Eine tour durch Kunst und Natur
Caratteristiche
Start: Bagnacavallo
Ziel: Halbinsel von Boscoforte
Route: Bagnacavallo - Fusignano - Alfonsine - Boscoforte
Länge: km 30
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
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Man muss schon etwas trainiert sein, um diese Tour anzugehen, die in der schönen Ortsmitte von Bagnacavallo beginnt und nach der Halbinsel von Boscoforte führt, einer sechs Kilometer langen Landzunge in den Comacchio-Tälern, einem der faszinierendsten Feuchtgebiete des Po-Deltas. Es geht durch Fusignano, die Stadt des Musikers Arcangelo Corelli, und durch Alfonsine, wo Vincenzo Monti geboren wurde und in dessen Ortsmitte das elegante Haus des Dichters mit dem Besucherzentrum des Naturparks Po-Delta steht. Von der zentralen Piazza della Libertà1 nimmt man den Fahrradweg in der Via Garibaldi2 (Achtung, der Verkehr läuft in entgegen gesetzter Richtung) bis zur Kreuzung mit der Via Vittorio Veneto3; darauf geht es bis zur Via Fossa; man fährt in die Via Guarno, dann weiter auf der Via Rotondi und rechts in die Via Stradello4 in Richtung Gutshof Podere Pantaleone5. Am Ende der Via Stradello fährt man rechts entlang der Via Pieve Masiera und über die Brücke in Richtung Fusignano6 (Achtung, die Brücke hat keinen Fahrradweg). Am Ende der Rampe über den Fluss Senio biegen Sie rechts in die Via dei Martiri, bis zur Via Fiume di Sotto, ein hübsches Sträßchen am Ufer des Senio. Weiter fährt man unterhalb des Ufers in Richtung Alfonsine, wo die Via Fiume di Sotto ihren Namen in Via Mameli ändert; hier befinden Sie sich bereits auf dem Gemeindegebiet von Alfonsine7. Von der Via Mameli biegen Sie links in die Via Borse und dann rechts in die Via Pisacane. Dann geht es hoch auf die Brücke und weiter am rechten Senio-Ufer (nicht asphaltiert) in Richtung Adriatica Staatsstraße. Nach Überqueren der Adriatica weiter auf der Via Destra Senio zur Fornace Violani, der Station Nr. 1 des Naturschutzgebiets von Alfonsine8. Weiter auf der Via Destra Reno bis zur Auffahrt zum Flussufer und am Ufer entlang bis zur Abfahrt zu der hübschen Fähre über den Fluss Reno; hier befinden Sie sich in der Tallandschaft des Naturparks Po- Delta, zu dem die herrliche Naturoase von Boscoforte 9 gehört.
SEHENSWERT
BAGNACAVALLO
1. Piazza della Libertà An der Piazza della Libertà steht das Rathaus im neoklassischen Stil; es stammt aus dem Jahre 1791 nach einem Entwurf von Cosimo Morelli. Daneben das schöne Goldoni-Theater. Es wurde 1845 eingeweiht und ist geschmückt mit Stuckarbeiten und Fresken; interessant ist der Bühnenvorhang mit Temperamalerei des aus Bologna stammenden Künstlers Antonio Muzzi, ein typisches Beispiel für die historisch-feierliche Malerei des 19. Jahrhunderts. Auf der Westseite der Piazza stehen Palazzo Vecchio (aus dem 12.-13. Jahrhundert, jedoch mit verschiedenen Umbauten) und der Bürgerturm. Er entstand zur Mitte des 13. Jahrhunderts und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umstrukturiert. Er hat drei Stockwerke und war einer der ersten Türme mit Uhr, während der Herrschaft der Este-Dynastie (Anfang des 16. Jahrhunderts). Zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert wurde das Untergeschoss als Gefängnis genutzt; aus diesem Grund nannte man die drei Stockwerke: „Hölle”, „Läuterberg” und „Paradies”. Ein berühmter „Gast“ war der Räuber Stefano Pelloni, genannt „Il Passatore”, der 1849 hier eingekerkert war.
2. Via Garibaldi
Wenn Sie die Straße in Richtung Porta Pieve weiter fahren, sehen Sie linker Hand die Torraccia, eines der ältesten Gebäude der Stadt aus dem 13. Jahrhhundert. Gleich darauf erkennen Sie ebenfalls links den Gebäudekomplex mit der Kirche und dem Kloster von San Giovanni, die 1336 als Sitz der Kamaldulenser-Mönche entstanden. Nach dem Erdbeben 1688 wurde der Gebäudekomplex wieder aufgebaut und gelangte 1816 in den Besitz der Kapuzziner- Nonnen. In den Anfangsjahrzehnten des 19. Jahrhunderts befand sich in ihm ein angesehenes Pensionat, in dem die Tochter Allegra des Dichters George Gordon Byron zu Gast war. Etwas weiter vorne sieht man auf der rechten Seite die Sacrario dei Caduti (Kirche der Gefallenen). Diese Kirche wurde im Jahre 1399 von der Compagnia dei Battuti Bianchi errichtet und wurde im 18. Jahrhundert umgebaut. Aus dieser Zeit stammt auch das interessante Gemälde der Madonna der Empfängnis. Bevor Sie das Stadttor der Porta Pieve erreichen, einen antiken Bau, der 1836 wieder aufgebaut wurde, sehen Sie linker Hand Palazzo Tesorieri, in dem einst ein Klarissenkloster untergebracht war.
3. Kulturzentrum „Le Cappuccine”
Sitz des Zentrums ist das ehemalige Kapuzinerinnenkloster aus dem 18. Jahrhundert; der Park des Komplexes ist heute öffentlich. Hierin befinden sich bedeutende antike und moderne Kunstsammlungen sowie die Bibliothek und ein historisches Archiv. Einen Besuch wert sind die Säle mit den Werken des aus Bagnacavallo stammenden zeitgenössischen Malers Enzo Morelli und zwei interessante Abteilungen, die bekannten Vertretern der Kultur aus Bagnacavallo gewidmet sind: Thomaso Garzoni und Leo Longanesi. „Le Cappuccine” beherbergt auch das Kabinett mit antiken und modernen Drucken mit einer reichen Sammlung an Gravuren und zahlreichen Ausstellungen. Ein großer Abschnitt ist Ausstellungen zeitgenössischer Werke gewidmet. Geöffnet Dienstag bis Sonntag Öffnungszeiten: April bis September: 10 / 12 Uhr - 16.00 / 19.00 Uhr; Oktober bis März: 10 /12 - 15 / 18 Geschlossen: Montag und Tag nach Feiertagen, vom 1. bis 20. August, Weihnachten und Silvester.
4. Landwirtschaftlicher Betrieb Golfari
In der Via Stradello 9/a befindet sich der landwirtschaftliche Betrieb Golfari, der Teil des Konsortiums „Il Bagnacavallo” ist. Der Bauernhof unter Familienführung produziert Wein und Obst. Sie können direkt Pfirsiche, Äpfel, Bursôn Rotwein und „Etichetta Blu” und „Etichetta Nera” erwerben sowie den Weißwein „Passito degli Stradelli”. Tel. +39 0545-63468
5. Podere Pantaleone
Das Gut Pantaleone ist ein echter Lehrbetrieb unter freiem Himmel: eine Zone des Umweltschutzes und des ökologischen Gleichgewichts auf einer Größe von sechs Hektar. Es handelt sich um den Grund eines alten, vor einigen Jahren verlassenen Gutshofs, wo die Kulturen frei wachsen konnten und so eine bewachsene, nur von kleinen Lichtungen unterbrochene Fläche bilden konnte. Die ansässige Fauna fand so ihr ideales Gleichgewicht wieder, befreit vom Eingriff des Menschen: Hunderte von Vogelarten, Faltern, Schmetterlingen, Amphibien, Reptilien und Säugetieren pflanzen sich hier ganz ungestört fort. Podere Pantaleone kann von Anfang Frühling bis Ende Herbst besucht werden; für Informationen und Führungen wenden Sie sich an das Fremdenverkehrsamt unter der Telefonnr. +39 0545.280898
FUSIGNANO
6. Ortsmitte und Umland
In der Geburtsstadt des Musikers Arcangelo Corelli (1653 - 1713) sollte man sich das Städtische Museum von San Rocco in der zentral gelegenen Via Monti 5/a ansehen. Das aus dem 16. Jahrhundert stammende Gebäude entstand ursprünglich als Pilgerhaus und wurde später zum Hospital der Armen Kranken. In dem Museum ist eine originale Sammlung von Devotionalien zu sehen; diese über 200 Plaketten aus Keramik stammen aus der Zeit zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert und kommen aus Italien, Spaniel und Frankreich. Der italienische Kern der Kollektion umfasst im Besonderen Keramiken von Deruta und Castelli, von großem kunsthistorischen Interesse sind die Arbeiten aus der Toskana und der Romagna; unter letzteren befinden sich auch Stücke aus der Manufaktur Ferniani aus Faenza. Das Museum ist Samstags und Sonntags und an Feiertagen von 15 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Geschlossen: Weihnachten, Silvester, Maria Himmelfahrt. Führungen nach Anmeldung, Tel. +39 0545/955611. An der Kreuzung des Mühlen-Kanals mit der Straße, die von Fusignano aus zum Ortsteil Maiano Monti führt, steht die Calcagnini-Mühle. Wahrscheinlich stammt sie aus dem 14. Jahrhundert; sie wurde mit dem Wasser gespeist, das vom Fluss Senio über einen kleinen Kanal zugeleitet wurde. Heute ist in der Mühle die Handwerksschmiede des Eigentümers Giovanni Martini untergebracht. In Maiano weiterhin sehenswert sind auch die Pfarrkirche Santa Maria del Pilaro und die Villa Monti. Die Kirche steht in der Via Maiano an der Kreuzung mit der Via Marocche. In ihrem Innenraum befinden sich die Fresken des Malers Bergamini (für Besuche Tel. +39 0545.52480 Lucia Bellosi). Nur wenige Meter entfernt, umgeben von einem schönen Park, steht die Villa Monti. Sie wurde 1717 errichtet und 1769 von Fedele Monti, dem Vater des Dichters und Literaten Vincenzo Monti erworben. An den Wänden haben wir die in Tempera gemalten Landschaften von Giovanni Monti aus dem Jahre 1812; der Neffe von Vincenzo schuf sie vor seinem Umzug nach Rom, wo er Kollege von Gianbattista Bassi und Massimo D'Azeglio war (für Besuche Tel. +39 0545.51921 Giovanni Tazzari). Einen kurzen Hinweis außerdem auf das Reitzentrum La Marchesa, den Reitplatz in der Via Canale 12, wo Reit-, Spring- und Trabrennkurse angeboten werden. Im Herrenhaus befindet sich eine Kutschensammlung. Tel. +39 0545.52815. Der landwirtschaftliche Betrieb Randi in der Via San Savino 113 ist Teil des Konsortiums „Il Bagnacavallo” und produziert den Rowein Bursôn, „Etichetta Blu” und „Etichetta Nera”, und den weißen Passito Randi. Tel.+39 0545 58231
ALFONSINE
7. Ortsmitte und Umland
In dem während des zweiten Weltkrieges schwer beschädigten Alfonsine steht das Museum der Schlacht am Senio an der Piazza della Resistenza, in dem Dokumente der schrecklichen Schlacht vom 10. April 1945 und Bilder und Zeugnisse zum Partisanenkampf und zum letzten Kriegsjahr in der Romagna zu sehen sind. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 Uhr – 12 Uhr und 15 Uhr – 18 Uhr, Telefon: +39 0544 83585. Von März bis April auch Samstags und Sonntags geöffnet; im August geschlossen. Gerade außerhalb des Ortskerns in der Via Passetto 1 befindet sich das Geburtshaus des Dichters Vincenzo Monti (Alfonsine 1754 – Mailand 1828). Die Casa Monti in der wunderbaren Bauweise des 18. Jahrhunderts wurde 1998 nach einer sorgfältigen Instandsetzung wieder dem Besucherpublikum geöffnet; im Erdgeschoss ist das Umweltlehrzentrum untergebracht und im ersten Stock das dem Dichter gewidmete Museum, der einer der bedeutendsten Vertreter des italienischen Neoklassizismus war. In dem Museum sind Möbel jener Zeit ausgestellt, darunter eine Wiege aus dem 18. Jahrhundert, Gemälde, Erinnerungsstücke und Originalausgaben der Werke des Dichters. Das Umweltlehrzentrum ist das Besucherzentrum des Naturparks von Alfonsine und Informationspunkt zum Po-Delta; es bietet eine kleine Dauerausstellung über die Landschaft der romagnolischen Ebene. Öffnungszeiten, von November bis März: Montag bis Freitag 9 Uhr – 13 Uhr. Von April bis Oktober, Dienstag bis Freitag 9 Uhr – 13 Uhr; 14,30 Uhr – 17 Uhr; Samstag 9 Uhr – 13 Uhr. Tel. und Fax +39 0544/869808
8. Naturschutzgebiet Alfonsine
Eine Oase für die für Feuchtgebiete typische Flora und Fauna auf einer Fläche von circa 12 Hektar. Das Schutzgebiet ist in drei nahe beieinander liegende Stationen unterteilt, in denen sich, auf Grund des Abwanderns des Menschen, das natürliche Ambiente momentan wieder vollkommen geschützt ausbreiten kann: Der Teich der Fornace Violani, ein ehemaliger Lehmbruch, in dem Sumpfschildkröten, Reiher und Wasserhühner leben; das Wäldchen der drei Kanäle, ein kleiner in einer Schlucht gelegener Wald, in dem Weißpappeln vorherrschen und Sumpfwolfsmilch blüht; der Waldstreifen des Mühlekanals, ein Gebiet zwischen einer aus dem 19. Jahrhundert stammenden Schleuse, genannt „chiavicone” und dem Fluss Reno, an dem wunderbare wilde Orchideen wachsen.
9. Die Halbinsel von Boscoforte
Eine nur wenige Dutzend Meter breite Landzunge aus Sand, einer der spektakulärsten Orte des gesamten Po-Deltas, das sich vom Ufer des Reno über eine Strecke von circa sechs Kilometern bis zur Adria erstreckt. Die Vegetation besteht aus üppigen, dichten Thamariskenbüschen und aus für salzhaltige Umgebung typischen Spezies: Granatapfelbäume, Limonium, Salzmelde, Sumpfstern, Salzschwade, auch gibt es schwarze Pappeln. Hier nisten unter anderem Säbelschnäbler, Löffler, Brandgänse, Löffelenten, Knäkenten, Rotschenkel, Uferschnepfen, Schwarzkopfmöwen, im Winter kommen hier außer unzähligen Blässhühnern, Tausende von Tauchenten und Schwimmenten, wie zum Beispiel Reiherenten, Tafelenten, Krickenten, Spießenten, Schnatterenten.
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Informationen und Kontakte
Ufficio Informazioni Turistiche - Tourist Information Office / Redazione Romagna d’Este
Piazza della Libertà, 4 – 48012 Bagnacavallo (RA)
Tel. +39 0545 280898 – fax +39 0545 280859
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